Ärger um HTW-Hochhaus: Landesregierung setzt Zukunft der Hochschule aufs Spiel

Noch immer steht nicht fest, wann die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) das kernsanierte ehemalige Gesundheitsamt als Lehrgebäude beziehen kann. Inzwischen übt HTW-Rektor Wolrad Rommel Kritik an der Stadt Saarbrücken und der Unteren Bauaufsicht. Hierzu erklärt der bildungspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Es scheint, als ob das Land bei größeren Bauprojekten schlichtweg überfordert ist. Die peinliche Hängepartie um das HTW-Hochhaus steht dem Ärger um den Skandalbau IV. Pavillon in nichts mehr nach. Die Verantwortung für die ständigen Bauverzögerungen will offenbar niemand übernehmen. Seit über einem Jahr wartet die HTW nun auf eine Abnahme des Gebäudes durch die Untere Bauaufsicht der Stadt Saarbrücken. Die wiederum weist jede Schuld von sich und verweist auf fehlende Unterlagen, die der Bauträger nachreichen müsse. Mit diesen gegenseitigen Schuldzuweisungen muss Schluss sein! Es geht hier schließlich um die Zukunft der Hochschule. HTW-Rektor Wolrad Rommel hat bereits angekündigt, keine neue Studierenden zum Sommersemester 2015 mehr aufnehmen zu können, sollte nicht wenigstens eine Teilnutzung des Hochhauses möglich sein.

Es ist ungeheuerlich, wie wenig sich die Landesregierung um die Zukunft der Studierenden zu sorgen scheint. Wir fordern von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, endlich einzuschreiten und mit allen Beteiligten auf eine schnelle Lösung hinzuarbeiten. Das laufende Verfahren muss beschleunigt werden, damit der Lehrbetrieb an der HTW sichergestellt bleibt.

Außerdem fordern wir von der Landesregierung, transparent über die bislang entstandenen Ausgaben für das HTW-Hochhaus zu informieren, insbesondere im Hinblick auf die durch diverse Umbaumaßnahmen entstandenen Zusatzkosten. Wir verlangen zudem endlich eine klare Aussage über die Gründe der ständigen Bauverzögerungen und über den Stand des Rechtsstreits mit der Falko GmbH, die für Planung, Bau, Betrieb und Finanzierung des Gebäudes zuständig ist.“

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