Cattenom: Häufung von Störfällen belegen Sicherheitsrisiko

„Die aktuelle Häufung der Zwischenfälle im AKW Cattenom machen noch einmal das Gefahrenpotential, das von Atomkraftwerken ausgeht, mehr als deutlich. Das Sicherheitsrisiko, das von der Anlage in Cattenom ausgeht, ist nicht hinnehmbar.“

Erst gestern sei wieder ein Arbeiter in Block 3 kontaminiert worden, als er Staubpartikel einatmete. Bereits Anfang Februar wurde ein weiterer Arbeiter bei Wartungsarbeiten desselben AKW-Blocks mit dem radioaktiven Isotop Kobalt 60 belastet. In den letzten Jahren habe es zahlreiche Zwischenfälle in Cattenom gegeben – allein 63 meldepflichtige Vorfälle seit 2009, davon führten drei zu Schnellabschaltungen. Wie sich unlängst herausstellte, sei der Betonsockel von Block eins und zwei von ungenügender Qualität. Es sei daher höchst fahrlässig, wenn EdF bei den Investitionen, die in das AKW fließen sollen, um seine Laufzeit um weitere 40 Jahre zu ver-längern, keine Verbesserungen bei den Sicherheitsstandards vorsehe.

Ulrich weiter: „Atomenergie ist eine hochriskante Technologie, deren Gefahren nicht beherrschbar sind. Die erneuten Zwischenfälle in Cattenom zeigen deutlich, dass dieses Atomkraftwerk einfach nicht sicher ist. Es steht direkt vor unserer Haustür, wenn auch nicht in Deutschland. Das sind Fakten, über die man nicht hinwegsehen kann. Aus unserer Sicht muss Cattenom sofort abgeschaltet werden, anstatt das Sicherheitsrisiko zu verdrängen.“

Die Zwischenfälle in Cattenom seien auch morgen im Landtag Thema in der Sitzung des Umweltausschusses.

Print Friendly, PDF & Email