Ansiedlungspolitik im Saarland dem demografischen Wandel anpassen!

Zum Bericht des Landesverbandes Einzelhandel und Dienstleistung Saarland e.V. über die Entwicklung der Verkaufsflächen in Läden und Geschäftszentren in saarländischen Kommunen im der heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses erklärt die baupolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Simone Peter:
“Das Saarland kommt derzeit bereits auf rund 135 000 Quadratmeter Verkaufsfläche in Shopping-Centern. Mit den geplanten Einkaufszentren von weiteren rund 135 000 Quadratmetern Verkaufsfläche in der Region (ohne das geplante ECE-Zentrum in Homburg) sind wir mit einem enormen Zuwachs dieser Zentren konfrontiert.
Übergroße Verkaufflächen auf der grünen Wiese nehmen unseren Innenstädten in vielen Fällen die Luft zum Atmen. Der ortsansässige Einzelhandel in den Innenstädten leidet und ein Großteil unserer Innenstädte ist durch dramatische Leerstände gekennzeichnet. Und das, obwohl die Nachfrage nach wohnortnaher Versorgung da ist und sich vor dem Hintergrund des demographischen Wandels noch verstärken wird! Bereits heute kaufen 40 Prozent der Saarländerinnen und Saarländer in ihrem direkten Wohnumfeld ein. Im demographischen Wandel, der diesen Trend in den kommenden Jahren noch verstärken wird, liegt daher auch eine Chance, unsere Innenstädte wieder zu beleben.
Die Landesregierung ist daher aufgefordert, für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Ansiedlungspolitik in den Kommunen zu sorgen, die im Verhältnis zur Bevölkerungsentwicklung und dem Bedarf steht. Bei der Bedarfsabwägung müssen die regionalen und überregionalen Angebote einbezogen werden. Hierzu gehört auch die Unterstützung von Raumordnungsverfahren, die die einzelnen Interessen abwägen helfen. Die Landesregierung ist zudem aufgefordert, die zentralen Akteure in die aktuelle Erarbeitung des Landesentwicklungsplanes einzubeziehen, mit dem Akteuren gemeinsam Lösungen zu finden und ein zukunftsgerichtetes Entwicklungskonzept vorzulegen.“
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