Baugenehmigung für HTW-Hochhaus: Landesregierung muss über weiteren Zeitplan und Kosten informieren

Zur inzwischen erteilten Baugenehmigung für die Umbaumaßnahmen und Fertigstellung des HTW-Hochhauses am Campus Alt-Saarbrücken erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Michael Neyses:

„Wir begrüßen, dass die jahrelange Hängepartie um das HTW-Hochhaus nun mit der Erteilung der Baugenehmigung offenbar endlich ein Ende gefunden hat. Mit der Entscheidung der Unteren Bauaufsicht tun sich jedoch einige Fragen auf, die schnellstmöglich geklärt werden müssen. Die Studierenden und HTW-Mitarbeiter haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie das Standortkonzept der HTW künftig aussehen und wann das neue Gebäude bezugsfähig sein wird. Schließlich wurden sie in Bezug auf diese wichtigen Zukunftsfragen jahrelang von der Landesregierung hingehalten.

Mitentscheidend ist auch die Frage nach den Vertragslaufzeiten für die Ausweichstandorte. Letztere wurden aufgrund der Bauverzögerungen am neuen Hochhaus nötig. Für die Räumlichkeiten am Campus Göttelborn etwa wurde ein Fünf-Jahres-Vertrag abgeschlossen. Nun ist jedoch abzusehen, dass die Studierenden bereits wesentlich früher in das neue Gebäude in Alt-Saarbrücken werden umziehen können. Dies halten wir auch aufgrund der berechtigten Kritik besonders an der schlechten ÖPVN-Anbindung des Standorts Göttelborn für unerlässlich.

Wir fordern daher von der Landesregierung, darzulegen, ob sie eine vorzeitige Aufgabe dieses Standorts in Erwägung zieht. Sie muss darüber hinaus die Kosten offenlegen, die durch die Verzögerungen am Neubau entstanden sind, insbesondere die Mietkosten für die Ausweichstandorte. Außerdem fordern wir Auskunft darüber, welche weiteren Schritte sie im Rechtsstreit mit dem Investor, der Falco GmbH, unternehmen und inwieweit sie die entstandenen Zusatzkosten wieder einfordern will.“

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