Bedenken der Lothringer wegen Windrädern in Perl ausräumen – gemeinsamen Zukunftsenergiepark planen!

Anlässlich der Befürchtungen des Departement Moselle, die Windkraftanlagen bei Perl könnten die Touristenattraktion Schloss Malbrouck beeinträchtigen, erklärt die energiepolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Simone Peter:

„Die Befürchtungen von Generalratspräsident Weiten, Windräder bei Perl könnten den Tourismus am benachbarten Schloss Malbrouck beeinträchtigen, müssen von der saarländischen Landesregierung ausgeräumt werden. Es besteht überhaupt keine Gefahr, dass Touristen wegen der Windräder wegbleiben. Wenn sie wegen der weithin sichtbaren Atomzentrale in Cattenom bisher nicht weggeblieben sind, werden die Windräder erst recht kein Grund gegen den Tourismus in der Grenzregion sein! Umfragen in Deutschland bestätigen immer wieder, dass zunehmend mehr Menschen die Windkraft mit Modernität, Innovation und Umweltschutz in Verbindung setzen und sie in ihrer Umgebung akzeptieren. Untersuchungen von Tourismusforschungsinstituten zeigen zudem, dass Windräder keine nachweisbaren Auswirkungen auf den Fremdenverkehr haben. Mancherorts bereichern Windparks in Kombination mit Informationsangeboten zu Erneuerbaren Energien das Freizeitangebot und das touristische Image, wie beispielsweise im Landkreis Cochem-Zell und vielen anderen Regionen Deutschlands und Frankreichs. Statt zu drohen, notfalls vor das EUGH ziehen zu wollen, sollte die französische Nachbarregion von einem grenzüberschreitenden Energiepark der Zukunft auf der Basis Erneuerbarer Energien überzeugt werden. Denn auch Frankreich muss seinen Anteil Erneuerbarer Energien steigern und kann gerade im Dreiländereck damit ein Zeichen setzen. Aufgrund der Gefährdungspotentials des AKW Cattenom sollte die Landesregierung das angekündigte Gespräch außerdem dazu nutzen, auf die zeitnahe Schließung des Pannenreaktors zu drängen!“

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