Benzol-Alarm im Warndt: Minister Jost muss umfassende Schadstoffmessungen veranlassen!

Laut Medienberichten ist es im November zu zeitweise stark erhöhten Benzolwerten im Warndt gekommen, die möglicherweise durch Herstellungsprozesse auf der Chemieplattform Carling entstanden sind. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion Hubert Ulrich:

„Die Luft im Warndt ist sauber: Diese vollmundige Feststellung hat Umweltminister Jost noch im Oktober getroffen, als er die Ergebnisse der sogenannten Flechtenstudie und des Mikrosensoren-Projektes verkündet hat. Wie wenig diese Aussage tatsächlich wert ist, hat sich nun bestätigt. Offensichtlich hat es auch in der jüngeren Vergangenheit wohl immer wieder Belastungen durch Benzol gegeben. So räumt das Umweltministerium ein, dass es im November zu zeitweise stark erhöhten Konzentrationen dieses krebserregenden Stoffes gekommen ist. Diese scheinen offenbar auch in Zusammenhang mit neuerlichen Geruchsbelästigungen zu stehen, von denen Bürgerinnen und Bürger im Warndt berichten.

Diese Vorfälle verdeutlichen wieder einmal, wie unzureichend die bisherigen Untersuchungen seitens des Umweltministeriums und der französischen Behörden waren. Umweltminister Jost darf seine Beschwichtigungspolitik zugunsten des Total-Konzerns nicht länger weiterfahren. Schließlich reden wir im Falle von Benzol von nichts geringerem als einem krebserregenden Stoff, dem die Bevölkerung ausgesetzt wird. Wir fordern von der Landesregierung, umgehend die Ursachen für diese Belastung zu ermitteln. Sie muss zudem dauerhafte, eigenständige Messungen der Luft im Warndt auf flüchtige organische Verbindungen (VOC) und Feinstaub veranlassen. Wir werden dieses Thema darüber hinaus auf die Tagesordnung des Umweltausschusses am 18. Dezember setzen.“

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