Bildungsminister behandelt Gemeinschaftsschulen weiterhin stiefmütterlich – Oberstufenstandorte benennen!

Wie in der heutigen Sitzung des Bildungsausschusses bekannt wurde, stehen die künftigen Oberstufenstandorte der Gemeinschaftsschulen im Saarland noch immer nicht fest. Hierzu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Bildungsminister Commerçon hat offenkundig noch immer kein landesweites Konzept für den weiteren Ausbau der Gemeinschaftsschulen als Schulform, an der man auch das Abitur erwerben kann. Das ist ein Trauerspiel angesichts der Tatsache, dass längst Anträge von Schulträgern vorliegen, in denen Oberstufenstandorte für diese Schulen vorgeschlagen werden. So hat beispielsweise der Landkreis Saarlouis in einem Beschluss die Standorte Dillingen, Saarlouis und Lebach benannt.

Doch statt Eltern endlich Gewissheit darüber zu verschaffen, an welchem Standort ihr Kind die Oberstufe der Gemeinschaftsschule besuchen kann, verzögert die Landesregierung das Verfahren weiter. Bildungsminister Commerçon darf die  Gemeinschaftsschule nicht länger stiefmütterlich behandeln und muss sie endlich stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Die Oberstufenstandorte zu benennen, ist Grundvoraussetzung, um diese Schulform im Rahmen des Zwei-Säulen-Modells als gleichwertige Alternative zum Gymnasium zu etablieren. Dies ist auch entscheidend dafür, mit welchem Erfolg die Schulen um neue Schülerinnen und Schüler werben können.

Wir fordern daher von Bildungsminister Commerçon erneut, seine bisherige Hinhaltetaktik aufzugeben und umgehend die Oberstufenstandorte der Gemeinschaftsschulen zu benennen. Eltern, Schülerinnen und Schüler müssen darüber aufgeklärt werden, an welcher Gemeinschaftsschule entweder eine eigene Oberstufe angeboten wird, oder aber die Oberstufe in Kooperation mit einer anderen Gemeinschaftsschule oder einem Berufsbildungszentrum organisiert wird. Diese Information ist für die Eltern deshalb wichtig, weil ihre Entscheidung für eine weiterführende Schule nach der Grundschule auch davon abhängt, ob das Kind an der Schule das Abitur machen kann.“

Print Friendly, PDF & Email