Bildungsmonitor unterstreicht fatale Hochschulpolitik der Landesregierung

Zu den Ergebnissen des Bildungsmonitors 2014 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erklärt der bildungspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Bei der Einwerbung von Drittmitteln top, bei der Quote der Absolventen flop: So lässt sich das Abschneiden der saarländischen Hochschulen im neuen Bildungsmonitor zusammenfassen. Dieses Ergebnis spiegelt die fatale Hochschulpolitik der saarländischen Landesregierung wider. Wir fürchten, dass sich angesichts des Spardrucks die im Bundesvergleich unterdurchschnittliche Quote der Hochschulabsolventen von 4,2 Prozent in den kommenden Jahren noch verschlechtern wird. Dabei liegt das Saarland ohnehin bei den laufenden Ausgaben pro Student bereits jetzt unter dem Durchschnitt.

Besonders alarmierend ist das schlechte Abschneiden im Bereich der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und bei den Ingenieuren. Das Saarland darf es sich als Industrieland in einer Haushaltsnotlage nicht erlauben, hier im Bundesvergleich das Schlusslicht zu bilden. Auch die Promotionsquote liegt mit 2,7 Prozent weit unter dem Durchschnitt von 6,5 Prozent. Das Saarland muss mehr qualifizierte Fachkräfte heranbilden und sie auch im Land halten. Die Landesregierung ist in der Pflicht, dringend einzulenken, damit sie nicht die Zukunft ihrer Studenten und die Zukunft des gesamten Landes verspielt. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer muss sich endlich darüber bewusst werden, dass von jedem Euro, der in die Hochschulen investiert wird, letztlich auch die saarländische Wirtschaft profitiert.

Wir bekräftigen daher unsere Forderung an die Landesregierung, den Hochschulen die für sie vorgesehenen Bafög-Ersatzmittel in vollem Umfang zur Grundfinanzierung zu überlassen. Nur auf diese Weise können sie die Gelder zielgerichtet in Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre fließen lassen und die Absolventenquote trotz des Sparzwangs langfristig verbessern.“

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