Commerçon muss Zahl der Studienplätze in Grundschullehrer-Ausbildung erhöhen

Zum drohenden Mangel an Lehrkräften im Grundschulbereich erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Bundesweit herrscht ein Mangel an Grundschullehrern. Auch im Saarland ist die Situation kritisch. Laut Saarländischem Lehrerinnen- und Lehrerverband konnte der Bedarf zum kommenden Schuljahr hierzulande offenbar nur dadurch gedeckt werden, dass zum Teil Lehrerinnen und Lehrer aus anderen Schulformen an Grundschulen eingesetzt werden. Schon in der Vergangenheit musste auf Lehrpersonal von weiterführenden Schulen zurückgegriffen werden, um kurzfristig Engpässe an Grundschulen, etwa im Falle längerer Erkrankungen, auffangen zu können. Dies darf kein Dauerzustand bleiben, zumal sich die pädagogischen Qualifikationen der Lehrkräfte an Grundschulen und an weiterführenden Schulen deutlich voneinander unterscheiden.

Darüber hinaus halten wir es angesichts der wachsenden Anforderungen an das Lehrpersonal, beispielsweise aufgrund der Inklusion und der Zunahme an Flüchtlingskindern, auf der Zeitachse für nötig, die Klassengrößen an Grundschulen auf 22 Schülerinnen und Schüler zu begrenzen. Das würde zusätzliche Planstellen nötig machen, wofür entsprechend ausgebildetes Personal gebraucht wird.

Daher fordern wir von Bildungsminister Commerçon, im Saarland wieder mehr Grundschullehrerinnen und -lehrer ausbilden zu lassen. Ursprünglich wurde die Grundschullehrerausbildung an der Saar-Uni mit 60 Plätzen für Studienanfänger pro Semester eingerichtet. Minister Commerçon hatte die Zahl jedoch zum Wintersemester 2014/15 halbiert. Angesichts der prekären Situation auf dem Grundschullehrermarkt fordern wir von ihm, in Abstimmung mit der Saar-Uni diese Änderung zurückzunehmen und die Hochschule mit den nötigen Finanzmitteln auszustatten, um jährlich wieder 60 Studienanfängerplätze in der Grundschullehrerausbildung anzubieten.“

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