Biodiversitätskonzept für Saar-Wald auf gutem Weg

Ulrich: „Die Sicherung und Förderung der Biodiversität ist wesentliches Ziel unserer Natur-schutzpolitik. Das Saarland hat hierbei vor dem Hintergrund seiner großen Waldflächen eine besondere Verantwortung – der Wald darf nicht nur nach ökonomischen Gesichtspunkten als Rohstofflieferant betrachtet werden. Er ist Lebensraum und damit Heimat von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten, die es durch eine schonende, naturnahe Waldwirtschaft langfristig zu schützen gilt. Diese Art der Bewirtschaftung, die das Holz nutzt, ohne das Ökosystem Wald zu belasten, muss weiterhin das gemeinsame Ziel sein.“

Nach dem gewählten integrativen Ansatz – ohne Trennung in Schutz- und Nutzwälder – gelten gemäß der aktuellen saarländischen Biodiversitätsstrategie die Grundsätze: Kahlschlagverbot, Ausrichtung der Waldwirtschaft auf den Einzelbaum, Naturverjüngung, sowie Chemiefreiheit und Bodenschutz. Im Rahmen des aktuellen Waldvitalisierungsprogramms zur Verbesserung des gesamtökologischen Zustandes des Saarwaldes solle auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden. Es beinhalte außerdem die gezielte Förderung der potenziellen Artenvielfalt unserer Wälder. Seit 2007 existiere darüber hinaus ein spezielles Schutz-Programm für subat-lantische Buchenwälder. Im Bereich der Rotbuchenwälder trage das Saarland mit seiner zentralen Lage im Verbreitungsgebiet eine besondere regionale Verantwortung für deren Schutz.

Ulrich abschließend: „Durch Renaturierungsmaßnahmen sollen noch mehr ökologische Nischen für Waldbewohner geschaffen werden. Dabei müssen mehrere Ebenen einbezogen werden, die Ebene der Arten, die des Ökosystems sowie die des Genpools, um die Biodiversität unserer Wälder zu sichern.“

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