Earth Day: Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken, Ökolandwirtschaft weiter fördern!

Zum heutigen Earth Day, der unter dem Motto „Mein Essen verändert die Welt“ steht, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„Wie wir uns ernähren, beeinflusst nicht nur unsere eigene Gesundheit, sondern auch die unseres Planeten, nämlich des weltweiten Klimas. Laut Bundesumweltministerium konsumiert jeder Deutsche durchschnittlich 500 Kilogramm an Lebensmitteln pro Jahr und verursacht dadurch indirekt Treibhausgase, die unter anderem durch die Erzeugung der Produkte, ihre Verarbeitung, Lagerung und den Transport zum Supermarkt entstehen. Insgesamt entstehen  durch unseren Lebensmittelkonsum jährlich rund 2,1 Tonnen an klimarelevanten Emissionen pro Person.

Zur Reduktion dieser Emissionen kann jeder einzelne Verbraucher beitragen, indem er deutlich mehr auf ökologisch, statt konventionell produzierte Lebensmittel setzt, die idealerweise von regionalen Produzenten stammen. Damit leistet er gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz, da ökologisch produzierende Landwirte etwa auf den Einsatz von Umweltgiften wie Glyphosat verzichten.

Doch auch die politischen Entscheidungsträger sind gefordert, die regionalen Wirtschaftskreisläufe deutlich zu stärken. Wir müssen zudem endlich weg von den hohen Subventionen in der industriellen Agrar- und Lebensmittelproduktion. An dieser Stelle sehen wir nicht nur die Staatengemeinschaft und den Bund, sondern auch die saarländische Landesregierung gefordert. Sie muss die Direktvermarktung von Lebensmitteln stärker finanziell unterstützen und den Anteil des Ökolandbaus weiter erhöhen. Dazu ist es unerlässlich, dass Umweltminister Jost den verhängten Förderstopp für die Umstellung auf die Öko-Landwirtschaft aufgibt und weitere Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Förderung des Ökolandbaus zur Verfügung stellt.“

 

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