Fluglärm: Grüne fordern Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger

Die Grünen-Landtagsfraktion fordert in einem Antrag für die kommende Plenarsitzung Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen durch den militärischen Fluglärm im Nordsaarland. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende, Hubert Ulrich:

„Die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger vor allem im Nordsaarland durch den Lärm von Militärflügen sind enorm. Bei militärischen Übungsflügen werden teilweise Lärmwerte über 80 Dezibel erreicht. Dieser Lärm macht nachweislich krank. In Deutschland fehlen aber bisher Grenzwerte für Fluglärm oder Maßgaben für lärmreduzierte Flugroutenplanungen. Neben den negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sind im Nordsaarland auch Nachteile für den Tourismus-Bereich zu befürchten.

Wir fordern daher von der Landesregierung als Sofortmaßnahme, eigene Mess-Stationen im betroffenen Gebiet einzurichten, um die Lärmbelastung vor Ort festzustellen. Weiterhin fordern wir ein Gutachten, das die Auswirkungen des Fluglärms sowohl auf die Gesundheit und die Lebensqualität als auch auf den Tourismus im Saarland bewertet. Die Landesregierung muss sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die Betroffenen besser geschützt werden: Sowohl durch die Festlegung von Grenzwerten als auch durch strengere Regeln etwa bezüglich der Flughöhe oder der Ferien- und Nachtruhezeiten. Bisher sind alle Bemühungen zur Verbesserung der Situation ohne große Erfolge geblieben. Die Landesregierung muss ihre Aktivitäten deutlich intensivieren. Das Maß ist für die Betroffenen bereits übervoll.“

 

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