Gegen militärischen Fluglärm: Konsequentes Nachtflugverbot und Lärmobergrenzen einführen!

Zur steigenden Belastung der Bevölkerung durch militärischen Fluglärm im Saarland erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Die Lärmbelastung durch militärische Flugübungen ist längst nicht nur ein reines Ärgernis für die Bürgerinnen und Bürger. Sie stellt auch eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar. Laut Angaben des Bundesumweltamtes kann bereits ein Schalldruck von 35 Dezibel zu erhöhten Blutdruckwerten führen. Bei Kampfjet-Überflügen erreicht der Schalldruck jedoch Werte von bis zu 80 Dezibel. Wie die Grüne Bundestagsfraktion herausgefunden hat, gab es allein im Jahr 2013 insgesamt 4847 militärische Überflüge über das Saarland. Besonders Bewohner des Nordsaarlandes sind betroffen.

Die Landesregierung darf die Augen vor dieser ernstzunehmenden Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung nicht verschließen. Eine Arbeitsgruppe, die zwei Mal jährlich tagt und Lärmbeschwerden sammelt, reicht angesichts der weiter steigenden Zahlen militärischer Überflüge keinesfalls aus. Die Landesregierung muss ihrem im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Ziel folgen und sich beim Bundesverteidigungsministerium endlich dafür einsetzen, dass der militärische Fluglärm über dem Saarland eingeschränkt wird. Dazu halten wir es für unerlässlich, einheitliche Lärmobergrenzen einzuführen und die Nutzungszeiten der Militärbasen einzuschränken. Darüber hinaus muss sich die Landesregierung für ein konsequentes militärisches Nachtflugverbot einsetzen.“

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