Grüne fordern Aufklärung über Kürzungspläne in der Schulsozialarbeit

Zur Diskussion über Kürzungen der Förderpraxis für soziale Projekte an saarländischen Schulen erklärt der sozialpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Die Kürzungen für Bildungsmaßnahmen in der Jugendarbeit hat die Große Koalition bereits in den zurückliegenden Haushaltsberatungen beschlossen. Demnach wurden die Zuwendungen für die Träger von 600.000 Euro auf 500.000 Euro gekürzt. Vor allem freiwillige Förderungen durch soziale Träger fallen den Sparmaßnahmen der Landesregierung zum Opfer. So soll in Zukunft überwiegend klassische Jugendarbeit und deren Träger finanziert werden. Zurzeit werden die Richtlinien im Landesjugendhilfeausschuss beraten und überarbeitet. Wir befürchten, dass wichtige Projekte wie beispielsweise Waldveranstaltungen, Kulturzirkus oder Sozialkundeerziehung sowie zivil-gesellschaftliches Engagement unterschiedlicher Vereine in den Schulen nicht weiter durchgeführt werden können.

Um zu erfahren, welche Änderungen in der Förderpraxis die Landesregierung genau geplant hat, werden wir das Thema im nächsten Sozialausschuss auf die Tagesordnung setzen. Darüber hinaus erwarten wir eine Übersicht über die bisher finanzierten Projekte und Aufklärung darüber, ob bereits Anträge abgelehnt wurden. Dementsprechend werden wir die Landesregierung im Ausschuss auffordern, alle Aufwendungen und Ausgaben transparent offenzulegen. Die wichtigen Aufgaben und Projekte der Schulsozialarbeit müssen auf jeden Fall weiter gewährleistet werden!“

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