Grundschullehrer: Neue Stellen zum nächsten Schuljahr schaffen, Zahl der Studienplätze aufstocken!

Zur Ankündigung von Bildungsminister Commerçon, neue Stellen im Grundschullehrerbereich zu schaffen und die Unterrichtsverpflichtung abzusenken, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Es ist ein längst überfälliger Schritt, dass Minister Commerçon nun auf die gestiegene Belastung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer mit einer Reduzierung der Pflichtstunden und einer Stellenaufstockung reagieren will. Eine solche Entlastung des Lehrpersonals an Grundschulen, insbesondere der Rektorinnen und Rektoren, hat sowohl unsere Fraktion als auch der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverbands bereits mehrfach gefordert.

Wir erwarten nun, dass die Neuregelung auch im kommenden Schuljahr umgesetzt wird. Ansonsten wäre diese Ankündigung des Bildungsministers nichts anderes als ein Wahlkampfversprechen. Darüber hinaus sind wir der Auffassung, dass die in Aussicht gestellten 30 neuen Stellen zusätzlich und nicht über Umschichtungen finanziert werden müssen, wie es Minister Commerçon angekündigt hat. Die Stellenaufstockung darf nicht dadurch erkauft werden, dass lediglich Gelder im Bildungssystem verschoben und es dadurch an anderer Stelle zu Verschlechterungen kommt.

Zudem halten wir es angesichts der steigenden Schülerzahlen vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation für unerlässlich, dass künftig wieder mehr Lehrpersonal für die Primarstufe ausgebildet wird. Die Grundschullehrerausbildung im Saarland wurde zum Wintersemester 2012/13 an der Saar-Uni mit insgesamt 60 Plätzen für Studienanfänger pro Semester eingerichtet. Zum Wintersemester 2014/15 hatte Minister Commerçon die Zahl auf 30 halbiert und dies mit sinkenden Schülerzahlen begründet. Da dieses Argument inzwischen hinfällig ist, fordern wir von ihm, in Abstimmung mit der Universität wenigstens wieder 60 Plätze pro Semester für Studienanfänger bereitzustellen.“

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