Grüne: Fuchsräude kein Grund für verstärkten Abschuss

Anlässlich der Aufforderung der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) an seine Jäger aufgrund von Fuchsräudefällen verstärkt auf Fuchsjagd zu gehen, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Simone Peter:

„Fuchsräude ist kein Grund für eine verstärkte Bejagung des Fuchses. Wie heute auf unseren Antrag im Umweltausschuss des Landtags von Seiten der Landesregierung berichtet wurde, gibt es weder eine fachliche noch eine rechtliche Grundlage dafür, wegen der Räude den Fuchs zum Abschuss frei zu geben. Es liegen keine belastbaren Erkenntnisse über die Häufigkeit und räumliche Verteilung der Fuchsräude im Saarland vor. Die bisherigen Einzelfunde erfordern nach Aussage der Fachabteilung des Umweltministeriums keinen Handlungsbedarf. Da es keine rechtliche Anordnungsbefugnis gibt, besteht auch keine tierseuchenrechtliche Grundlage für die Anordnung der Reduktion der Fuchspopulation, auch nicht durch Jagd. Es ist nach Aussage der Fachleute auch nicht belegt, dass die Fuchspopulation – trotz der Fuchsschonzeit – stark angestiegen sei, dass sich die Räude durch Bejagung einschränken lasse oder dass die Räude sich auf Hunde übertrage. Damit sind alle Behauptungen des Jagdverbandes widerlegt, der immer wieder Gründe sucht, den Fuchs zu bejagen. Die Fuchsräude spielt im Saarland seit vielen Jahren – trotz abnehmender Bejagung des Fuchses – keine große Rolle und es ist auch nicht zu erwarten, dass sich das in dieser Region ändert.“

 

Foto by lumpydog/stock.xchng

Print Friendly, PDF & Email