Grüne warnen vor Schulschließungen – Vorwürfe gegenüber früheren Bildungsminister völlig haltlos und schlechter Stil

Nach Vorlage des Schulentwicklungsplans für den Regionalverband Saarbrücken, wonach vier Schulen von der Schließung bedroht sind, erklärt der bildungspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„Jetzt bestätigt sich unsere Prognose, dass die Landesregierung durch eine Änderung des Schulordnungsgesetzes gemeinsam mit den Schulträgern die nächste große Schulschließungswelle im Saarland – nach den Grundschulschließungen – einleitet. Bedauerlicherweise kämpft der Regionalverbandsdirektor, Peter Gillo, nicht für den Erhalt kleiner Schulstandorte, in dem er für die neuen Gemeinschaftsschulen eine längere Entwicklungszeit fordert, ehe eine Mindestschülerzahl für den Bestand einer Schule zugrunde gelegt wird. Anstatt seinen Parteikollegen, Minister Commercon, für die zeitliche Verschärfung des Schulordnungsgesetzes zu kritisieren, wie es im Übrigen auch der Landkreistag in der Anhörung gemacht hat, greift er dessen Vorgänger, Klaus Kessler, mit völlig haltlosen Vorwürfen an. Das ursprüngliche Schulordnungsgesetz des grünen Ministers hätte den neuen Gemeinschaftsschulen immerhin fünf Jahre Zeit gelassenen bis zur Berechnung einer Mindestschülerzahl. Insofern wäre es unter grüner Verantwortung bis zum Endausbau der Gemeinschaftsschulen nicht zu Schulschließungen gekommen. Gillos Vorwürfe gegenüber dem ehemaligen grünen Bildungsminister sind nicht nur haltlos, sondern auch noch ein schlechter Politikstil. Anstatt für den Erhalt aller Schulstandorte in den Kommunen zu kämpfen und die Verantwortung für die zukünftige Schulentwicklung im Regionalverband parteiübergreifend zu tragen, formuliert er lächerliche rückwärtsgewandte Schuldzuweisungen. Offensichtlich ist ihm die Parteipolitik und der SPD-Schulterschluss zur Umsetzung von Schulschließungen wichtiger als die Aufrechterhaltung eines qualifizierten wohnortnahen Bildungsangebotes im Regionalverband.“

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