Hochschulentwicklungsplan: Landesregierung erhebt illusorische Forderungen

Zum heute vorgestellten Landeshochschulentwickungsplan für die Jahre 2015 bis 2020 erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Michael Neyses:

„Mit diesem Entwicklungsplan komplettiert die Große Koalition ihre verheerende Bilanz im Bereich der Hochschulpolitik. Sie fordert von den Hochschulen im Land mehr Leistung bei gleichzeitig weniger Finanzmitteln. Diese Forderungen sind mit dem vorgegebenen Finanzszenario bis zum Jahr 2020 keinesfalls vereinbar. Dies gilt im Besonderen für die Saar-Uni. So zwingt der verordnete Sparkurs die Hochschule zu herben Einschnitten im Fächerangebot und Stellenstreichungen im Bereich des wissenschaftlichen und Verwaltungspersonals. Gleichzeitig soll die Universität nach dem Willen der Landesregierung jedoch mehr Drittmittel und sogar einen weiteren Sonderforschungsbereich einwerben. Wie dies mit deutlich geringerer Personal- und Mittelausstattung gelingen soll, diese Frage beantwortet die Große Koalition nicht.

Angesichts dieser illusorischen Forderungen von einer Weichenstellung für ein zukunftssicheres und konkurrenzfähiges Hochschulsystem zu sprechen, ist an Anmaßung kaum zu überbieten. Es ist zudem ein Schlag ins Gesicht für die besorgten Studierenden und Mitarbeiter der Saar-Uni, denen mit diesem Entwicklungsplan ihre Zukunftsängste in keiner Weise genommen werden.“

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