Grüne: Luchse sollen im Saar-Wald wieder heimisch werden

„Der Luchs war zeitweise komplett aus unseren Wäldern verschwunden. Um ihm zukünftig eine Chance der Rückkehr zu ermöglichen, wird ein Ansiedlungsprojekt durchgeführt, das bereits erste Wirkung zeigt. Einige Luchse nutzen die saarländischen Wälder – obwohl sie hier offiziell als ausgestorben gelten – wieder als Streifgebiet.“

Der Luchs sei als typischer Waldbewohner an diesen Lebensraum gebunden. Speziell der Norden des Saarlandes eigne sich deshalb aufgrund der dortigen zusammenhängenden Waldgebiete mit direktem Anschluss an die großflächigen Wälder in Rheinland-Pfalz als Wiederansiedlungsgebiet. Hier sei auch ein ausreichendes Nahrungsangebot in Form des derzeit ausgesprochen hohen Wildbestandes vorhanden. Der Luchs sei bekannt als effektiver Jäger und spezialisiere sich äußerst schnell auf Nahrungstiere, die in Überpopulation vorkommen (z.B. ausgewil-dertes Damwild, Füchse, Marder). Luchse wechselten dabei häufig den Standort, um das Wild nicht zu verschrecken. Dies erkläre die Großräumigkeit ihrer Reviere, bei männlichen Tieren könnten diese Ausmaße von bis zu 500 qkm annehmen. Die Wildkatzen benötigten große, naturnahe Landschaften, um sie sicher zu durchstreifen. Ziel des Umweltministeriums sei die dauerhafte Ansiedlung der Tiere durch eine geeignete Vernetzung ihrer Lebensräume. Dazu werde ein gemeinsames Langzeit-Projekt mit den Nachbarländern der Großregion aufgelegt, wo sich Luchse bereits in großflächigen Waldgebieten etabliert haben (Nordvogesen, Hunsrück, Eifel).

Ulrich abschließend: „Wir setzen uns für den Erhalt geeigneter Lebensräume ein und dafür, die Durchgängigkeit der Waldlandschaft für die scheuen Säugetiere zu erhalten. Entscheidend dabei ist, dass bei zukünftigen Verkehrsplanungen mehr Rücksicht auf die Streifgebiete der Luchse genommen wird und ihnen ausreichend Wanderkorridore zur Verfügung stehen.“

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