In Zukunft der Kinder investieren! – Kitas brauchen ausreichende Personalausstattung

Zu den Forderungen von Trägern  und Gewerkschaften nach einer besseren Personalausstattung von Kindertagesstätten im Saarland erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Die Kritik der kirchlichen Träger und Gewerkschaften an der Personalausstattung der saarländischen Kitas verdeutlicht wieder einmal die verfehlte Bildungspolitik dieser Landesregierung. Sie spart zunehmend auf Kosten der Qualität der Betreuung und Erziehung unserer Kinder. Dies zeigt sich im frühkindlichen Bereich besonders daran, dass die Landesregierung die Gruppengröße in Kinderkrippen von zehn auf elf erhöht hat. Dies ist aufgrund der Tatsache, dass die Zahl erziehungsschwieriger und psychisch auffälliger Kinder in der Vergangenheit deutlich zugenommen hat, ein völlig falscher Weg. Außerdem ist das Kita-Personal mit immer höheren Anforderungen, wie zum Beispiel der Umsetzung der Inklusion, der Betreuung von Migranten und Flüchtlingskindern sowie einer zunehmend notwendigen Sprachförderung konfrontiert.

Vor diesem Hintergrund ist die ablehnende Haltung des Bildungsministeriums, mehr Finanzierungsverantwortung zu übernehmen, widersinnig. Sie steht sogar in eklatantem Gegensatz zur Aussage von Bildungsminister Commerçon, die durch Stelleneinsparungen im Lehrerbereich frei werdenden Mittel künftig im frühkindlichen Bereich einzusetzen. Die Landesregierung hat allein in diesem Haushaltsjahr 112 Lehrerstellen gestrichen. Folglich müssten in diesem Jahr zusätzliche Mittel im Gegenwert von 5,6 Millionen Euro in den frühkindlichen Bereich fließen. Dies ist nachweislich laut Haushaltsplan 2015 nicht der Fall.

Stattdessen kürzt die Landesregierung die tatsächlichen Ausgaben im Bereich der frühkindlichen Bildung und Erziehung in diesem Haushaltsjahr sogar um 1,3 Millionen Euro. Dies ist eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit. Wir fordern von der Landesregierung, für eine angemessene Personal- und Finanzausstattung der Schulen und Kitas zu sorgen. Wir müssen eine hervorragende Qualität im Bereich der Betreuung und Erziehung sicherstellen, um unseren Kindern eine gute Perspektive geben zu können. Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft des Nachwuchses und somit auch in die Zukunft des Landes. Die Landesregierung muss dies endlich erkennen.“

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