Investitionen in Windenergie sind Investitionen in die Zukunft des Landes

Die Linke-Landtagsfraktion bezweifelt die ökonomischen Vorteile für Kommunen durch den Ausbau der Windenergie (vgl. Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 26.09.2014, Seite B2). Damit widerspricht sie Studien, die den wirtschaftlichen Mehrwert von Windkraft-Anlagen belegen. Hierzu erklärt der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„Jede Investition in die Windkraft ist nicht nur eine Investition in den Klimaschutz, sondern auch in die Zukunft des Saarlandes. Studien zeigen, dass der Ausbau der Windenergie auf lange Sicht die kommunalen Haushalte und somit letztlich auch den Landeshaushalt entlastet. Die Behauptungen der Linksfraktion entbehren jeglicher Grundlage. Das Bekenntnis zur Windkraft hat rein gar nichts mit ideologischem Übereifer zu tun, wie es Oskar Lafontaine den übrigen Landtagsfraktionen vorgeworfen hat.

So hat beispielsweise das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung ein Modell zur Berechnung der kommunalen Wertschöpfung von Erneuerbaren Energien entworfen. Demnach profitieren besonders Kommunen, die selbst als Investor und Betreiber von Windkraftanlagen auftreten, finanziell von der Windenergie. Zur Wertschöpfung tragen unter anderem die Steuereinnahmen für die Kommune, die geschaffenen Arbeitsplätze und die erzielten Unternehmensgewinne bei.

Im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Institut die Wertschöpfung der Erneuerbaren Energien im Kreis Steinfurt und der Stadt Bochum für das Jahr 2011 berechnet. Alleine durch die Windkraft erzielte der Kreis Steinfurt eine Wertschöpfung von rund 10 Millionen Euro. 57 Vollzeitstellen wurden geschaffen. In Bochum lag die Wertschöpfung bei etwa 16,5 Millionen Euro und 311 Vollzeitbeschäftigten. Das entspricht 85 Prozent der gesamten Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien.

Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass sich die Kommunen aktiv am Ausbau der Windkraft beteiligen. Sie müssen selbst investieren und gute Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von Unternehmen und Bürgerenergiegenossenschaften schaffen. Um mit der Fehleinschätzung der Linksfraktion aufzuräumen, setzen wir das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Wirtschaftsausschusses am 8. Oktober. Die Landesregierung soll berichten, wie sie die Wertschöpfungspotenziale der Windkraft für die saarländischen Kommunen und das Land bewertet.“


 

Links zu Studien des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung:
www.ioew.de/uploads/tx_ukioewdb/Greenpeace-Studie-Wertschoepfung.pdf
www.umwelt.nrw.de/ministerium/pdf/studie_kommunale_wertschoepfung.pdf

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