Jungen Wissenschaftlern Perspektive bieten – Dauerhafte Stellen schaffen!

Zur Beschäftigungssituation von Lehrstuhl-Mitarbeitern an der Saar-Uni erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Michael Neyses:

„Die Situation für junge Wissenschaftler im Saarland ist prekär. Befristete Verträge und schmale Gehälter sind eine unzumutbare Belastung und führen zu Existenzängsten. Dabei sollte das Verhältnis von befristeten Arbeitsverhältnissen gegenüber unbefristeten mit der BAföG-Reform seit 2015 verbessert werden. Denn seit Jahresbeginn 2015 kommen nicht mehr die Länder, sondern der Bund für die Kosten des BAföGs auf. Ziel sollte mit der Reform u.a. sein, dass die Länder mehr unbefristete Stellen schaffen. Auf Grund des Sparkurses, den das Land den Hochschulen im Saarland aufbürdet, sind Festanstellungen jedoch kaum möglich.

Wir fordern von der Landesregierung, sich zu den Hochschulen im Land zu bekennen und in ihre Zukunft zu investieren. Wir erwarten zudem, dass ab kommendem Jahr auch der BAföG-Darlehensanteil in den Globalhaushalt der Hochschulen fließt. In diesem Jahr wurde der Anteil über 3 Millionen Euro den Universitäten vorenthalten. Außerdem sollten die zusätzlichen Mittel aus dem Hochschulpakt zur Finanzierung von dauerhaften Stellen genutzt werden. In der anstehenden Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes muss sich die Landesregierung auch dafür einsetzen, dass die verpflichtende Einrichtung dauerhafter Stellen eine rechtliche Grundlage findet und die Situation für Wissenschaftler mit Kindern verbessert wird.“

 

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