„Kooperationsjahr Light“ ist der falsche Weg

Zur Ankündigung von Bildungsminister Commercon, das Kooperationsjahr bis zum Ende der Legislaturperiode auf alle Grundschulstandorte auszuweiten, erklärt der bildungspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„Endlich hat sich Bildungsminister Commercon für die Weiterführung des in der letzten Legislaturperiode eingeführten Kooperationsjahres ausgesprochen. Aufgrund der guten Erfahrungen war die Zusage für den weitern Ausbau längst überfällig. Insbesondere von den Eltern der Kindergartenkinder wird das Kooperationsjahr als sehr gute Vorbereitung auf die Schule begrüßt. Es ist zudem ein wertvoller Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit durch den Ausgleich von Defiziten, einer frühen Lerndiagnose und frühzeitigen Förderung an der wichtigen Schnittstelle Kindergarten-Schule. Unseren Informationen nach ist jedoch davon auszugehen, dass das Kooperationsjahr mit deutlich reduzierten Lehrerstunden weitergeführt werden soll. Statt wie bisher bis zu vier Lehrerstunden plant Bildungsminister Commercon offensichtlich, nur noch zwei Lehrerstunden zur Verfügung zu stellen. Damit wird das Kooperationsjahr zum „Kooperationsjahr Light“.

Die Grüne-Landtagsfraktion fordert den Bildungsminister auf, die guten Ergebnisse des Projekts nicht zu gefährden und wie bisher bis zu vier Lehrerstunden dafür zur Verfügung zu stellen. Wie Commercon selbst sagte, ist das „Kooperationsjahr eine wunderbare Sache“ und darf deshalb nicht auf Sparflamme gefahren werden. Würden SPD und CDU die demographische Rendite im Schulsystem belassen, wäre auch eine vollumfängliche Finanzierung problemlos möglich.“

Print Friendly, PDF & Email