Kostenexplosion beim Ludwigspark-Stadion: Keine weiteren Millionen-Zuschüsse!

Wie die Stadt Saarbrücken heute bekanntgegeben hat, werden die Kosten für den Umbau des Saarbrücker Ludwigsparkstadions auf etwa 28 Millionen Euro steigen. Hierzu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Nach dem IV. Museumspavillon und dem HTW-Hochhaus hat sich nun auch das Ludwigsparkstadion endgültig zum  Millionengrab entwickelt. Nachdem für den Umbau des Stadions zunächst 16 Millionen Euro anfallen sollten, war im Januar 2016, kurz vor dem Spatenstich, plötzlich von 20 Millionen die Rede. Begründet wurde dies unter anderem mit weiteren notwendigen Investitionen in Brandschutzvorkehrungen und Kanalarbeiten. Und heute stehen sogar schon 28 Millionen Euro im Raum.

Das Beispiel Ludwigspark verdeutlicht erneut, dass die Landesregierung nicht in der Lage ist, größere Bauprojekte vernünftig zu planen, beziehungsweise planen zu lassen und eine transparente Kostenaufstellung zu liefern. Stattdessen erleben wir die gleiche Salamitaktik wie schon beim IV. Pavillon. Fest steht, dass der Stadionumbau die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler teuer zu stehen kommt. Nach der im vergangenen Jahr bekannt gewordenen Kostensteigerung hat das Land die Zuschüsse von zunächst 11,5 auf 14,5 Millionen Euro hochgefahren.

Wir warnen ausdrücklich davor, die Zuschüsse angesichts der erneuten Kostenexplosion nun noch weiter zu erhöhen. Ein Haushaltsnotlageland kann es sich nicht erlauben, den Umbau eines Stadions mit Unsummen an Steuergeldern zu unterstützen, wenn es auf der anderen Seite an wichtigen Investitionen beispielsweise in Kitas, Schulen und Hochschulen fehlt. Der Stadion-Umbau darf weder auf Landesseite noch auf Seite der Stadt Saarbrücken weitere Millionenkosten verursachen! Wenn die Kostensteigerung unvermeidbar ist, dann ist es erforderlich, dass die zusätzlichen Mittel durch Privatinvestoren aufgebracht werden.“

 

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