Land darf Möglichkeit zum Bau eines Pumpspeicherkraftwerks nicht verstreichen lassen

Die RAG hat heute auf Antrag der Grünen-Landtagsfraktion im Grubensicherheitsausschuss über ihre Vorstudie zum möglichen Bau eines Pumpspeicherkraftwerks im Nordschacht des Bergwerks Saar berichtet. Zu den Ergebnissen der Sitzung erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

 „Die heutige Sitzung hat wieder einmal gezeigt, dass die RAG offenkundig kein Interesse daran hat, sich die Möglichkeit zum Bau eines Pumpspeicherkraftwerks im Nordschacht offen zu halten. Die Rechtfertigung des Konzerns, aus wirtschaftlichen Gründen den nötigen Hochdruckdamm zur Abdichtung des Schachts nicht errichten zu können, ist fadenscheinig. Noch im März 2015 hatte die Landesregierung im Ausschuss erklärt, dass das Bundeswirtschaftsministerium Bereitschaft signalisiert hat, das Projekt mit 3,5 der insgesamt für den Bau nötigen fünf Millionen Euro zu fördern. Die restlichen 1,5 Millionen Euro würde das Land beisteuern. Die einzige Voraussetzung hierfür sei demnach, dass die RAG einen entsprechenden Förderantrag beim Bundeswirtschaftsministerium einreicht. Dies ist bis zum heutigen Tage nicht geschehen.

Wir fordern von der Landesregierung, auf die RAG einzuwirken und sie zur Einreichung der erforderlichen Unterlagen zu bewegen. Der Nordschacht ist der einzige Standort im Saarland, an dem die Errichtung eines solchen umweltfreundlichen Tiefenkraftwerks mit einer Leistungsfähigkeit in der Größenordnung von 300 bis 400 Megawatt überhaupt möglich wäre. Das Saarland darf diese Chance aus wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten nicht verstreichen lassen. Aus diesem Grund wäre es fatal, die jetzt gestoppte Flutung des Bergwerks Saar wieder aufzunehmen. Denn spätestens in zwei Jahren würde das Grubenwasser so weit angestiegen sein, dass eine Abdichtung des Schachts nicht mehr möglich sein wird.“

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