Landesregierung muss Alternativmethoden zu Tierversuchen fördern!

Auf Antrag der Grünen-Fraktion hat die Landesregierung im heutigen Umweltausschuss über die Zahl der Tierversuche an der Saar-Uni und anderen Forschungseinrichtungen sowie über die Förderung von Alternativmethoden berichtet. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„Tierschutz scheint für diese Landesregierung lediglich ein Randthema zu sein. Dem Trend, dass seit Jahren die Zahl der Tierversuche im Land steigt, scheint man offenbar tatenlos zuzusehen. Im Jahr 2013 wurden an saarländischen Forschungseinrichtungen an rund 23.000 Tieren Experimente durchgeführt, davon alleine 20.780 an der Saar-Uni. Bemühungen, sich für die Entwicklung und Anwendung von pharmazeutischen Alternativmethoden einzusetzen, zeigt die Landesregierung jedoch nicht. So sind hierfür keinerlei Haushaltsmittel vorgesehen. Auch Projekte zur Förderung von Alternativmethoden sind nicht geplant.

Wir fordern die Landesregierung daher auf, endlich ihrem verfassungsgemäßen Auftrag nachzukommen. Dieser sieht vor, Tiere als Lebewesen und Mitgeschöpfe zu achten und zu schützen. Die Landesregierung muss entschieden für die Förderung von Alternativmethoden zu Tierversuchen eintreten und entsprechende Fördermittel bereitstellen. Es darf nicht sein, dass sich Tierschutz und wissenschaftlicher Fortschritt ausschließen.“

 

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