Landesregierung muss Konsequenzen aus Skandal um Kita Wallerfangen ziehen – Baustoffe künftig umfassend kontrollieren!

In der heutigen Sitzung des Innenausschusses hat die Landesregierung über die aktuelle Situation der aufgrund von Schadstoffbelastungen geschlossenen Kita Wallerfangen berichtet. Hierzu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Die Landesregierung scheint aus dem Bauskandal um das Kinderland Wallerfangen nichts gelernt zu haben. Obwohl bereits zum Zeitpunkt der Eröffnung eine Schadstoffbelastung vorlag und die gefährlichen Dämpfe bis heute nicht durch Lüften beseitigt werden konnten, sieht sie sich nicht dazu veranlasst, künftig regelmäßige Raumluftmessungen in Kitas und vergleichbaren Einrichtungen durchzuführen. Stattdessen sitzt sie dieses Thema aus und schiebt die alleinige Verantwortung auf den Architekten des Gebäudes.

Die Landesregierung muss dringend Konsequenzen aus diesem Bauskandal ziehen. Hätte es vor der Eröffnung der Kita Raumluftmessungen gegeben, wären die Kinder und Erzieherinnen  den gefährlichen Ausdünstungen der Holzbauplatten erst überhaupt nicht ausgesetzt worden. Wir fordern daher von der Landesregierung, künftig vor der Eröffnung von öffentlichen Gebäuden, insbesondere von Kitas und Schulen, umfassende Messungen der Schadstoffbelastung durchzuführen, um jegliche Gesundheitsgefahr auszuschließen.

Um zu vermeiden, dass belastetes Material in öffentlichen Gebäuden überhaupt verwendet wird, muss sie zudem strengere Genehmigungsrichtlinien in Bezug auf die verwendeten Baustoffe erlassen und gegebenenfalls baurechtliche Vorschriften ändern sowie umweltrechtliche Auflagen machen.“

Print Friendly, PDF & Email