Landesregierung muss Stellung zur Nutzung des Kohlestroms beziehen – Grüne stellen Anfrage

Die Grünen-Landtagsfraktion hat eine Anfrage an die Landesregierung zur erzeugten Strommenge durch Kohlekraftwerke in den Jahren 2012 bis 2014 und zur tatsächlich verbrauchten Menge dieses Stroms gestellt. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„20 Prozent soll der Anteil der Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 am regionalen Stromverbrauch betragen. Dies ist das klar formulierte Ziel der Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag. Um dessen Umsetzung scheint sich die Große Koalition jedoch wenig zu bemühen. Im Gegenteil: Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer und Wirtschaftsministerin Rehlinger werden nicht müde, sich offen zum schmutzigen Kohlestrom zu bekennen und sprechen sich für weitere Subventionen für die luftverpestenden Meiler aus.

In ihrer Stellungnahme zum Grünbuch der Bundesregierung („Ein Strommarkt für die Energiewende“) rechtfertigt sich die Landesregierung damit, dass die Kohlekraftwerke in der Region vor dem Hintergrund des Atomausstiegs in einer zusätzlichen Verantwortung für die Versorgungssicherheit der Großregion stünden. Allerdings macht sie keine Angaben darüber, wieviel Strom die Meiler jährlich erzeugen und wie viel davon verbraucht wird. Es gibt also nicht einmal verlässliche Zahlen darüber, in welchem Maß das Saarland auf den dreckigen Kohlestrom überhaupt angewiesen ist.

Aus diesem Grund haben wir eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Darin muss sie darlegen, welche Strommenge zwischen 2012 und 2014 von den saarländischen Kohlemeilern erzeugt und tatsächlich verbraucht wurde. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, wie hoch der Anteil des Kohlestroms in diesem Zeitraum war, der ins Ausland und andere Bundesländer exportiert wurde.“

Link zur Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion:
http://www.landtag-saar.de/Dokumente/Drucksachen/Af15_1325.pdf

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