Ludwigspark-Stadion: Grüne verlangen Aufklärung über Kostenexplosion

Zur 25-prozentigen Kostensteigerung bei der Sanierung des Saarbrücker Ludwigspark-Stadions erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Erst seit Mittwoch laufen die Bauarbeiten zur Sanierung des Ludwigsparkstadions und schon jetzt lassen sich gewisse Parallelen zum Millionengrab IV. Pavillon erkennen. Beim Museumsbau stand zunächst eine Kostenprognose von neun Millionen Euro im Raum. Scheibchenweise kamen weitere Kostensteigerungen ans Tageslicht. Heute reden wir aufgrund der umfangreichen Umplanungen und des jahrelangen Baustopps von wenigstens 39 Millionen. Eine ähnliche Salamitaktik scheint die Landesregierung nun auch beim Ludwigspark-Stadion zu fahren. Es hat schon ein Geschmäckle, dass wenige Tage vor dem Spatenstich die bisherige Kostenkalkulation von 16 Millionen Euro über Bord geworfen wird und jetzt die Zahl 20 Millionen im Raum steht.

Nun ist unter anderem die Rede von weiteren notwendigen Brandschutzvorkehrungen und umfangreichen Kanalarbeiten. Da stellt sich die berechtigte Frage, warum diese Maßnahmen nicht bereits in die ursprüngliche Kostenberechnung miteinbezogen wurden. Schließlich können entsprechende Planungen nicht innerhalb weniger Tage aus der Taufe gehoben werden. Das Thema Brandschutz erweckt gleichzeitig Erinnerungen an die Pannen beim HTW-Hochhaus, die ebenfalls zu einer gewaltigen Kostenexplosion geführt haben.

Darüber hinaus ist noch unklar, ob das Land die nun entstehenden Zusatzkosten überhaupt übernimmt und es bei der Kostenbeteiligung von fünf Millionen Euro seitens der Landeshauptstadt bleibt. Denn mehr als vage Aussagen seitens des Innenministeriums gab es bislang nicht zu hören. Wir fordern hierüber sowie über die Gründe der Kostensteigerung eine umfangreiche Aufklärung und werden das Thema auf die Tagesordnung des Innenausschusses am 17. Februar setzen.“

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