Starker Kulturtourismus – Motor für die Wirtschaft

Einzelkämpfer haben es schwer – das gilt auch im Kulturtourismus. Wo Theater, Museen und Bibliotheken schließen müssen, weil die Gelder fehlen, ist es höchste Zeit an der grenzüberschreitenden Ausrichtung der Regionen zu arbeiten. "Durch die Vernetzung von Kultur- und Städtetourismus und die gezielte Vermarktung regionaler Besonderheiten kann eine Großregion gemeinsam erstarken", sagt Markus Tressel.
In vielen Fällen gelingt die Zusammenarbeit bereits vorbildhaft. Das Festival der Bühnenkunst "Perspectives", vom 21. bis 29. Mai in Saarbrücken, ist ein positives Beispiel für deutsch-französische Kulturprojekte. Doch auch die Großregion Saarland-Lothringen-Luxemburg hat noch viel mehr Potential. Dort sind konkrete Maßnahmen gefragt, die den Kulturtourismus voranbringen. So hat die Bundestagfraktion der Grünen zum Beispiel den Antrag "Kulturelle Infrastruktur sichern – Substanzerhaltungsprogramm Kultur auflegen" bei der Bundesregierung eingereicht. Dort fordert sie unter anderem über ein Sonderprogramm der KfW Bankengruppe "Kulturförderung" nachzudenken, um die kulturelle Vielfalt Deutschlands zu gewährleisten. Durch eine Reform der Gemeindesteuern könnten die Kommunen außerdem ihre Einnahmen stabilisieren und mehr in attraktivere Kultureinrichtungen investieren. Tressel: "Denn nur ein starker Tourismus kann Wachstumsmotor in kultureller und ökonomischer Hinsicht sein." Und das ist bei einer für ihre Kultur bekannte Nation mehr als angebracht.

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