Massiver Stellenabbau in Verwaltung und Forschung – Landesregierung setzt guten Ruf der Saar-Uni aufs Spiel

Laut Medienberichten droht an der Saar-Uni künftig ein Wegfall von 320 der 1600 Stellen im Bereich Verwaltung und Technik. Hierzu erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Michael Neyses:

„Was den wissenschaftlichen Mitarbeitern an der Saar-Uni bevorsteht, scheint nun also auch die Angestellten im Verwaltungs- und Technikbereich zu treffen. Viele müssen fürchten, dass ihre Verträge nicht verlängert werden. Wie jetzt auf einer Personalversammlung bekannt wurde, werden offenbar 320 von 1600 Stellen in der Verwaltung und Technik dem Spardiktat der Landesregierung zum Opfer fallen. Allein an der Universitäts- und Landesbibliothek soll ein Zehntel der Stellen gestrichen werden.

Es ist schon beschämend genug, dass die Große Koalition mit ihren Sparvorgaben die Zukunft des akademischen Nachwuchses im Land aufs Spiel setzt. Dass die Saar-Uni aufgrund des Spardiktats nun auch zu solch herben Einschnitten im Verwaltungsbereich gezwungen wird, wird eine weitere deutliche Verschlechterung der Studienbedingungen zur Folge haben. So ist jetzt schon abzusehen, dass die Öffnungszeiten der Bibliothek deutlich verkürzt und die Wartezeiten für Studierende steigen werden.

Die Landesregierung handelt mit diesem verfehlten Sparkurs dem Personal und den Studierenden gegenüber absolut unverantwortlich und riskiert einen nachhaltigen Imageschaden für die Saar-Uni. Wir fordern von ihr, bei der Entwicklung der kommenden Ziel- und Leistungsvereinbarungen nicht einseitig zulasten der Beschäftigten der Hochschule zu kürzen. Darüber hinaus muss die Landesregierung endlich die Vorgaben aus dem saarländischen Universitätsgesetz umsetzen, und für ein angemessenes Verhältnis von befristeten zu unbefristeten Stellen 5im Wissenschaftsbereich sorgen. Davon kann angesichts der Tatsache, dass zurzeit 83 Prozent des wissenschaftlichen Personals in Zeitverträgen arbeitet, keine Rede sein.“

 

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