Grüne unterstützen Konzept gegen Wildverbiss

„In der Vergangenheit wurde Wildverbiss oft nur als ein rein wirtschaftlicher Schaden angesehen. Hier und heute ist aber deutlich geworden, dass damit auch eine erhebliche Gefahr für die Biodiversität verbunden ist. Dies hat direkte Auswirkung auf die Bodenqualität und ist ein wichtiger Grund für die Versauerung der Böden. In der Folge wird die Nährstoffversorgung gestört und das CO2-Bindevermögen unserer Wälder sinkt. Dem müssen wir dringend entgegenwirken.“

Die Auswertung der Waldinventur 2010, die in unterschiedlichen Bereichen des Landes durchgeführt wurde, zeige deutlich, dass wichtige Mischbaumarten wie etwa Bergahorn, Weißtanne, Kirsche und vor allem die Eiche im Großteil des Saarlandes völlig verschwunden seien. Diese Entmischung sei vor allem auf den selektiven Verbiss – hauptsächlich durch Rehwild – zurückzuführen. Für den Staatswald werden als erste Maßnahmen die Waldflächen mit den höchsten Verbissbelastungen erfasst und ein Konzept zur Absenkung der Verbissschäden auf ein waldverträgliches Niveau innerhalb der nächsten fünf Jahre erstellt.

„Wir begrüßen diese strategischen Maßnahmen und den Ansatz eines gezielten Wildtiermanagements durch die Landesregierung ausdrücklich. Wir fordern alle Waldbesitzer und die saarländische Jägerschaft auf, gemeinsam unsere Wälder zur Verbesserung der Bodenqualität und damit zur Eindämmung des Klimawandels zu stärken und die hiesige Artenvielfalt zu erhalten“, so Hubert Ulrich abschließend.

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