Panne in Cattenom: Umweltminister Jost gibt reine Lippenbekenntnisse von sich – Druck auf französische Regierung ausüben!

Wie der Saarländische Rundfunk berichtet, wurde heute Morgen Block 3 des Atomkraftwerks Cattenom aufgrund eines Defekts am Haupttransformator abgeschaltet. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„Es scheint, als müsse man inzwischen monatlich auf neue Hiobsbotschaften vom lothringischen Pannenmeiler gefasst sein. Und wenn gerade mal keine neuen Zwischenfälle in Cattenom bekannt werden, sorgt der ebenfalls grenznahe Meiler in Fessenheim für Aufregung. Die Landesregierung darf nicht länger tatenlos zusehen, wie sich bei den maroden Kraftwerken eine Panne an die andere reiht. Bis es zum nächsten Strahlenunfall kommt, scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.

Daran ändern werden auch die Lippenbekenntnisse des saarländischen Umweltministers Reinhold Jost nichts, der den ständigen Defekten in Cattenom mit „wachsender Besorgnis“ begegnet. Appelle an die französische Regierung reichen nicht aus, um diese zum Handeln zu bewegen. Zwar scheint laut Aussagen des französischen Staatspräsidenten Hollande das Ende des Kraftwerks Fessenheim im Jahr 2017 endgültig besiegelt. Doch Pläne, Cattenom vom Netz zu nehmen,  gibt es nach wie vor nicht.

Vor diesem Hintergrund fordern wir von Umweltminister Reinhold Jost, darauf zu drängen, dass die Bundesregierung Verhandlungen mit Frankreich über die Abschaltung des Pannenmeilers aufnimmt. Besonders sehen wir auch die saarländischen Bundesminister Heiko Maas und Peter Altmaier in der Verantwortung, die Interessen ihrer Heimat gegenüber der Bundesregierung endlich mit Nachdruck durchzusetzen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die französische Regierung länger die Augen vor der drohenden Gefahr für die gesamte Region verschließt.“

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