Präventions-Maßnahmen gegen Übergewicht ausbauen – Schulobstprogramm wieder aufstocken!

Das Adipositas-Netzwerk Saar Prävention fordert von der Landesregierung, mehr in Maßnahmen zur Vorbeugung von Übergewicht bei jungen Menschen zu investieren. Hierzu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Zu wenig Bewegung und falsche Ernährung tragen erheblich mit dazu bei, dass immer mehr junge Menschen übergewichtig oder adipös werden. Im Saarland lag der Anteil von fünfjährigen Jungen, die unter Übergewicht leiden, im Jahr 2015 bei 5,7 Prozent, bei gleichaltrigen Mädchen bei sechs Prozent. 4,5 Prozent der Jungen und 4,8 Prozent der Mädchen sind sogar adipös (Angaben des 3. Berichts zur Gesundheit und gesundheitlichen Versorgung von Grundschulkindern im Saarland). Die Landesregierung muss daher die Warnungen des Adipositas-Netzwerks Saar Prävention ernst nehmen und mit Landesmitteln den Ausbau von Präventions-Angeboten für die Kitas und Schulen unterstützen. Dies gilt sowohl für den Bereich des Sportangebots als auch für den der Ernährungserziehung.

Vor diesem Hintergrund halten wir es auch für den völlig falschen Schritt, dass Umweltminister Jost das Schulobstprogramm seit Februar 2016 drastisch reduziert hat. Seit dieser Zeit werden die teilnehmenden Schulen und Kitas statt bislang drei Mal pro Woche nur noch einmal pro Woche mit Obst und Gemüse von regionalen Anbietern beliefert. Begründet hat der Minister diesen Schritt mit aufgebrauchten EU-Fördermitteln. Dabei sollte es angesichts des großen Erfolgs des Projekts, an dem inzwischen 359 Einrichtungen im Saarland teilnehmen, das Bestreben der Landesregierung sein, es weiter auszubauen.

Wir fordern daher von der Landesregierung, den Fehlbetrag von 200.000 Euro für das laufende Jahr mit Landesmitteln aufzubringen, um die Schulen und Kitas weiterhin drei Mal wöchentlich mit frischem Obst und Gemüse versorgen zu können. Es handelt sich hierbei schließlich um Investitionen in die Ernährungsbildung und damit letztlich auch in die Gesundheit unserer Kinder.“

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