Projekt Selbstständige Schule: Landesregierung bestätigt erfolgreiche Arbeit der Vorgängerregierungen – Jedoch zu zaghafte Umsetzung des 15-Punkte-Systems

Zur landesweiten Umsetzung des Projekts Selbstständige Schule ab dem kommenden Schuljahr erklärt der bildungspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Wir begrüßen, dass der richtungsweisende Schulversuch der Vorgängerregierungen nun von Bildungsminister Commerçon auch als landesweites Projekt umgesetzt wird. Den Schulen mehr Selbstständigkeit bei der Gestaltung ihres Unterrichts, der Stundenpläne und ihren Finanzen zu geben, versetzt sie in die Lage, das eigene Profil zu schärfen, dezentrale Entscheidungen zu treffen und sich stärker auf die Bedürfnisse ihrer Schüler einzustellen.

Kritisch sehen wir allerdings, dass die Schulkonferenz darüber entscheiden soll, ob an den jeweiligen Grund- oder Förderschulen das 15-Punkte-Bewertungssystem die bisherige Notenskala (1-6) ersetzen soll. Es darf aus unserer Sicht der Einzelschule nicht überlassen werden, das Bewertungssystem festzulegen, da sonst von Schule zu Schule unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe für Klassenarbeiten und Zeugnisse gelten würden. Somit wäre auch keine Vergleichbarkeit zwischen den Schulen gegeben. Das könnte auch zu Irritationen bei den Eltern führen. Im Falle der Gymnasien hatte sich die Landesregierung aufgrund einer Initiative der Grünen-Landtagsfraktion schon dazu bereit erklärt, für alle gymnasialen Stufen künftig anstelle der Notenskala 1-6 das 15-Punkte-System einzuführen. Dieses System ist bereits landesweit an den Gemeinschaftsschulen, Gesamtschulen und Erweiterten Realschulen gültig.

Wir fordern daher von Bildungsminister Ulrich Commerçon, konsequent zu bleiben und für sämtliche Schulformen eine verbindliche Regelung zur landesweiten Einführung der 15-Punkte-Skala zu treffen. Dies ist unter dem Gesichtspunkt der Vergleichbarkeit, Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit der Schulformen von entscheidender Bedeutung.“

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