Reaktivierung der Hochwaldbahn – Land muss endlich Gespräche mit Rheinland-Pfalz fortführen

Die Grünen-Landtagsfraktion hat das Thema Hochwaldbahn auf die Tagesordnung des heutigen Verkehrsausschusses gesetzt und sich über mögliche Finanzierungsmodelle für eine Reaktivierung der Strecke berichten lassen. Zu den Ergebnissen erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Michael Neyses:

 „Eine Reaktivierung der Hochwaldbahn würde eine große Chance zur Stärkung des Tourismus und damit auch der Wirtschaft des Saarlandes bieten. So führt die zurzeit stillgelegte Strecke unter anderem an Otzenhausen, dem Eingang des Nationalparks Hunsrück-Hochwald auf saarländischer Seite, vorbei. Durch einen Wiederbetrieb der Hochwaldbahn könnte damit die ÖPNV-Anbindung des Nationalparks deutlich verbessert werden, was sich sicherlich positiv auf die Besucherzahlen auswirken würde. Auch die ökologischen Vorteile liegen auf der Hand. So könnte über die Strecke künftig wieder mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene beispielsweise in Richtung des Flughafens Hahn verlagert werden.

Es ist daher in keiner Weise nachvollziehbar, dass die Landesregierung bis zum heutigen Tage noch immer kein entsprechendes Finanzierungsmodell in Zusammenarbeit mit Rheinland-Pfalz ausgearbeitet hat. Wie heute im Ausschuss dargelegt wurde, habe es seit Dezember letzten Jahres keinerlei Gespräche mehr mit der rheinland-pfälzischen Regierung zu diesem Thema gegeben. Stattdessen hat man heute im Ausschuss jegliche Verantwortung für eine mögliche Reaktivierung der Bahnstrecke auf unser Nachbarbundesland abgeschoben. Dieses Verhalten ist umso unverständlicher vor dem Hintergrund, dass Rheinland-Pfalz noch im vergangenen Jahr in Aussicht gestellt hat, die Trassensicherungskosten für das Saarland in Höhe von 75.000 Euro für das Jahr 2016 zu übernehmen.

Wir fordern von der Landesregierung, das Potenzial der Hochwaldbahn-Strecke nicht länger ungenutzt zu lassen. Sie muss endlich in Gespräche mit der rheinland-pfälzischen Regierung über einen Trassensicherungsvertrag treten, ein gemeinsames Finanzierungskonzept ausarbeiten und sich auf die Suche nach einem Betreiber für die Hochwaldbahn begeben.“

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