Saar-Uni: Höherer Semesterbeitrag ist für Studierende unzumutbar

Laut Asta der Saar-Uni erwägt die Hochschule, künftig den Semesterbeitrag pro Studierendem um eine Verwaltungsgebühr anzuheben. Hierzu erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Michael Neyses:

„Mehr finanzielle Belastung für die Studierenden bei gleichzeitig schlechteren Studienbedingungen: Darauf scheint der verfehlte Sparkurs der Landesregierung im Hochschulbereich nun offenbar hinauszulaufen. Mit ihrem Spardiktat hat die Große Koalition die Saar-Uni bereits dazu gezwungen, Tutorien zu streichen und Öffnungszeiten von Bibliotheken zu reduzieren. Jetzt sieht sich die Hochschule in ihrer Not offenbar dazu gezwungen, eine zusätzliche sogenannte Verwaltungsgebühr pro Semester in Höhe von 50 Euro pro Studierendem zu erheben, um die vom Land vorgegebene Sparquote bis 2020 einhalten zu können. Dies kommt einer Einführung von Studiengebühren durch die Hintertür gleich.

Die Landesregierung saniert ihren Haushalt damit letztlich auf dem Rücken der Studierenden. Es ist ein Armutszeugnis für die Große Koalition, dass nun ausgerechnet diejenigen zur Kasse gebeten werden sollen, die ohnehin mit wenigen finanziellen Mitteln über die Runden kommen müssen. Sollte eine solche Regelung kommen, würden wohl auch noch die letzten jungen Menschen vergrämt, die sich für die Aufnahme eines Studiums an der Hochschule interessiert haben. Die Landesregierung drängt die Saar-Uni mehr und mehr in eine Abwärtsspirale und riskiert mit ihrem Sparhaushalt einen nachhaltigen Imageschaden für die saarländische Hochschullandschaft.

Vor diesem Hintergrund fordern wir von der Landesregierung eine grundlegende Überarbeitung des Hochschulentwicklungsplans. Dieser muss auf eine solide finanzielle Grundlage gestellt werden, um in jedem Falle zu vermeiden, dass die Studierenden die Haushaltssanierung letztlich aus ihrem eigenen Geldbeutel zahlen. Die Landesregierung muss in den kommenden Verhandlungen über die Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit der Uni sicherstellen, dass eine solche Verwaltungsgebühr in keinem Fall erhoben wird.“

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