„Safer-Internet-Day“: Verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen Daten nötig

Zum heutigen „Safer-Internet-Day“ erklärt der datenschutzpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„Heutige Kommunikation, vor allem von Kindern und Jugendlichen, findet immer mehr in sozialen Netzwerken statt. Überall werden private Daten hinterlassen, die so einfach nicht mehr entfernt werden können.

Die Aufgabe des Datenschutzes kann dabei nicht nur auf öffentliche Institutionen umgelegt werden. Es muss dafür gesorgt werden, dass Kinder und Jugendliche möglichst früh den Umgang mit ihren Daten lernen. Dazu müssen sowohl die Schulen als auch die Eltern in die Pflicht genommen werden. Daher fordern wir, den Schülerinnen und Schülern im Rahmen von Projekttagen den Umgang mit sozialen Netzwerken und deren Chancen und Risiken zu vermitteln. Doch auch die Eltern müssen gemeinsam mit ihren Kindern Regeln für die Nutzung des Internets aufstellen, damit die jungen Nutzer den verantwortungsvollen Umgang mit neuen Kommunikationsmöglichkeiten lernen.
Aber auch die Anbieter sozialer Netzwerke müssten durch klare rechtliche Vorgaben in die Pflicht genommen werden, den Datenschutz so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Wir brauchen dringend rechtlich verbindliche Sicherheitsschutzziele, Verpflichtungen für datenschutzfreundliche Voreinstellungen (“Privacy by Design”) sowie neue, dem mobilen Internet angepasste Formen des Verbraucher- und Datenschutzes.

Der heutige Aktionstag gibt uns die Chance, auf die Risiken und Möglichkeiten des Internet hinzuweisen. Wenn es uns gelingt, über vorhandene Datenschutzkonzepte und Schutzmechanismen zu informierten, stellt das Netz keine Bedrohung dar, sondern ist ein Ort unglaublicher Möglichkeiten, der letztendlich kulturelle Schranken öffnet und weltweite Kommunikation ermöglicht.“

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