Schulobstprogramm: Landesregierung hat Teilnehmerzahl begrenzt – Zusätzliche Mittel aufbringen!

Die Grünen-Landtagsfraktion hat sich im Umweltausschuss am Freitag über die Fortführung des EU-Schulobstprogramms und die Zahl der teilnehmenden Einrichtungen im Saarland berichten lassen. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende, Hubert Ulrich:

„Nachdem die von der EU bereitgestellten Finanzmittel im vergangenen Schuljahr nicht ausgereicht haben, um die Schulen und Kitas im Saarland wöchentlich drei Mal mit Obst und Gemüse zu beliefern, hat das Umweltministerium für dieses Jahr die Teilnehmerzahlen schlicht begrenzt. Während im Schuljahr 2015/2016 noch 33.000 Kinder an dem Programm teilgenommen haben, sind es in diesem Schuljahr lediglich noch 28.700 Kinder, wie uns im Umweltausschuss berichtet wurde.

Da die Fördermittel der EU nicht erhöht wurden und wie im vergangenen Jahr bei 900.000 Euro liegen, wolle man mit diesen Schritt sicherstellen, dass in diesem Schuljahr eine Lieferung drei Mal wöchentlich mit je 100 Gramm Obst und Gemüse durchgängig möglich ist. Die Landesregierung nimmt damit jedoch gleichzeitig zahlreichen Einrichtungen die Möglichkeit, an dem Programm teilzunehmen. Wir halten dies für den völlig falschen Weg. Das Schulobstprogramm stellt einen großen Beitrag zur Ernährungsbildung junger Menschen dar, besonders vor dem Hintergrund, dass die Zahl übergewichtiger und adipöser Kinder seit Jahren steigt.

Wir fordern daher von Umweltminister Jost, die EU-Mittel für das Schulobstprogramm mit Landesmitteln zu unterstützen, damit alle interessierten Einrichtungen auch daran teilnehmen können und eine durchgängige Belieferung drei Mal pro Woche sichergestellt wird. Schließlich handelt es sich hierbei langfristig um Investitionen in die Gesundheit unseres Nachwuchses.“

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