Schwerlastverkehr in und um Saarbrücken bleibt eine Belastung – Verbindliche Umleitung unerlässlich!

Auch nach der Wiedereröffnung der Fechinger Talbrücke für den Pkw-Verkehr häufen sich weiterhin Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern aus Saarbrücken, die eine nach wie vor hohe Belastung durch den Schwerlastverkehr beklagen. Die Grünen-Fraktion bekräftigt vor diesem Hintergrund ihre Forderung,  eine verbindliche Umleitung für den Durchgangs-Lkw-Verkehr einzurichten. Sie bringt einen entsprechenden Antrag in die kommende Plenarsitzung am 15. Juni ein. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende, Hubert Ulrich:

 „Seit 16. Mai ist die Fechinger Talbrücke für Pkw wieder freigegeben. An der Belastung der Anwohner der ehemaligen Umleitungsstrecken hat sich jedoch nur wenig geändert. Denn nach wie vor leiden diese unter dem Schwerlastverkehr, der sich offenbar noch immer häufig nicht an die Umleitungsempfehlungen ab dem Neunkircher Kreuz hält. Die neue Beschilderung, die im April entlang der Autobahn angebracht wurde, scheint die Situation kaum zu verbessern.

Dies ist nicht nur ein permanentes Ärgernis aufgrund der Lärm- und Schadstoffbelastung. Der Lkw-Verkehr stellt auch ein erhebliches Unfallrisiko für Passanten und besonders für Kinder dar, die sich auf dem Schulweg befinden. Entsprechend häufen sich weiterhin Beschwerden, besonders von Anwohnern der Flughafenstraße L108. Aber auch die Anwohner der B40 (Scheidt bzw. Schafbrücke), des Meerwiesertalweges, der Camphauser Straße und der Lebacher Straße sind noch immer von den Belastungen durch den Lkw-Durchgangsverkehr betroffen.

Wir bleiben daher bei unserer Forderung, den Lkw-Verkehr in Richtung Frankreich, der nicht Saarbrücken und Umgebung zum Fahrtziel hat, ab dem Neunkircher Kreuz verbindlich über die A8 umzuleiten. Außerdem muss entsprechend auch der Schwerlastverkehr von der A1 kommend ab dem Saarbrücker Kreuz über die gleiche Route umgeleitet werden. Der Zielverkehr in Richtung Saarbrücken soll über die A623 geführt werden. In den sogenannten Einfallstraßen, darunter auch die L108, muss außerdem künftig für Lkw der Anliegerverkehr gelten. Die Landesregierung darf sich gegen solche Regelungen alleine schon aus Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürger nicht länger sträuben.“
Link zum Antrag der Grünen-Landtagsfraktion.

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