Sinkende Auslastung der Kohlemeiler: Landesregierung muss Energieversorgung zukunftsfähig gestalten!

Die Grünen-Landtagsfraktion fordert angesichts der sinkenden Auslastung der Kohlekraftwerke im Saarland verstärkte Investitionen in den Ausbau Erneuerbarer Energien und einen mittelfristigen Ausstieg aus der Kohlenergie. Hierzu erklärt der energiepolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Michael Neyses:

 „Die Stromerzeugung durch Kohle büßt immer mehr an Wirtschaftlichkeit ein. Dies zeigt sich symptomatisch an der sinkenden Auslastung der Kohlekraftwerke aufgrund der wachsenden Konkurrenz durch die Erneuerbaren Energien. Klar ist damit auch, dass das Festhalten am Kohlestrom mittelfristig nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht unverantwortlich ist.

Die Landesregierung darf nicht länger ignorieren, dass sich die Rohstoffknappheit verschärft und die Preise für Kohlenstoffdioxid-intensive Energieträger steigen. Sie muss auf diese Entwicklung mit einem zukunftsorientierten Umbau der Energieversorgung reagieren, um auch künftig Energie zu bezahlbaren Preisen zu garantieren. Mit ihrer bisherigen, rückwärtsgewandten Energiepolitik setzt sie langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Energie- und Industriestandorts Saarland aufs Spiel und riskiert zahlreiche Arbeitsplätze.

Wir fordern daher von der Landesregierung, verstärkt auf den Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen, Biomasse- und Gaskraftwerke sowie auf Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu setzen. Investitionen in diese Bereiche bergen enorme Wertschöpfungspotenziale und stellen damit letztlich auch einen wichtigen Motor für den Arbeitsmarkt dar. So hat das Institut für ZukunftsEnergieSysteme in einer Studie die Beschäftigungseffekte des Ausbaus der Erneuerbaren Energien bis 2020 im Saarland auf 275 Arbeitsplätze pro Jahr beziffert.“

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