Sparzwang an Saar-Uni führt zu sinkenden Studierendenzahlen – Investieren statt kürzen!

Die Zahl der Studierenden an der Saar-Uni ist zu diesem Semester um 300 auf 18.000 gesunken. Hierzu erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Michael Neyses:

„Nun schlagen sich die finanziellen Einschnitte der Landesregierung im Hochschulbereich erstmals auf die Studierendenzahlen nieder. So konnten aufgrund der Sparauflagen deutlich weniger Lehramts-Studierende als bislang aufgenommen werden. Auch die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät musste ihre Zulassungszahlen beschränken. Deren Dekan spricht sogar davon, dass dies erst die Vorboten des Sparkurses sind.

Wir teilen diese Befürchtungen besonders vor dem Hintergrund, dass die wirklich herben Einschnitte im Lehr- und Serviceangebot der Uni in den kommenden Jahren erst noch folgen werden. So ist abzusehen, dass der Rückbau von Fakultäten, zu dem die Uni gezwungen wird, mittelfristig zu weiteren Fächerschließungen führen wird. Zeitverträge wissenschaftlicher Mitarbeiter können aufgrund des Sparzwangs nicht verlängert werden, wodurch wichtige Serviceangebote und Tutorien für Studierende zusammengestrichen werden. Die Landesregierung ist damit auf dem besten Weg, die Universität für Nachwuchswissenschaftler und Studieninteressierte unattraktiv zu machen.

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer darf die Hochschulen im Land nicht länger als Haushaltsbelastung, sondern muss sie als Zukunftswerkstätten und Wirtschaftsmotor begreifen. Eine  angemessene Finanzausstattung ist Grundvoraussetzung, um Studierende und Wissenschaftler im Saarland zu halten und die Hochschulen für Studieninteressierte aus anderen Bundesländern und dem Ausland nachhaltig attraktiv zu machen. Diese Menschen tragen letztlich mit ihrer Arbeitskraft erheblich zur konjunkturellen Entwicklung bei und sind entscheidend, um dem bevorstehenden Fachkräftemangel in unserem Land zu begegnen.“

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