Stadtbahn-Verbindung nach Forbach: Landesregierung darf Chance auf EU-Fördermittel nicht verstreichen lassen

In der heutigen Sitzung des Europaausschusses hat der Eurodistrict Saar/Moselle die Studie „Tram-Train“ zum möglichen Bau einer Stadtbahn-Verbindung zwischen Saarbrücken und Forbach vorgestellt. Hierzu erklärt der europapolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Michael Neyses:

 „Eine Tram-Train-Verbindung zwischen Saarbrücken und Forbach bietet eine große Chance, um den grenzüberschreitenden Nahverkehr zu stärken. So hat die Studie des Eurodistricts ergeben, dass der Bau der Strecke finanzierbar ist und auch eine entsprechende Nachfrage seitens der Bevölkerung besteht. Durch diese Stadtbahn-Verbindung würden sich zudem deutliche ökologische und ökonomische Vorteile ergeben. Zum einen würde der Individualverkehr vorrangig aus Frankreich abnehmen, da täglich viele Arbeitnehmer aus unserem Nachbarland ins Saarland pendeln. Zum anderen hat die Studie gezeigt, dass die Immobilien im Umfeld der Strecke deutlich aufgewertet und mehr als 4000 unbefristete Arbeitsplätze geschaffen würden. Zudem könnte der Umsatz im hiesigen Einzelhandel durch mehr Besucher aus unserem Nachbarland steigen.

Das Saarland darf diese große Chance nicht verstreichen lassen. Wir fordern daher von der Landesregierung, in Kooperation mit der französischen Seite schnellstmöglich ein Konzept zum Bau der Strecke zu erarbeiten. Dabei könnten fast 80 Prozent des Projekts, für das in seiner jetzigen Form 170 Millionen Euro an Baukosten veranschlagt sind, durch EU-Fördermittel finanziert werden. Diese müssen allerdings zeitnah beantragt werden, zumal die hierfür wichtige Interreg-V-Förderperiode zur Stärkung der nachhaltigen Entwicklung von Städten und Regionen im Jahr 2020 ausläuft.“

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