Steigende Zahl an Tierversuchen: ‚Tierschutzminister‘ Jost muss sich für Entwicklung von Alternativmethoden einsetzen

Steigende Zahl an Tierversuchen: ‚Tierschutzminister‘ Jost muss sich für Entwicklung von Alternativmethoden einsetzen

Laut Angaben des Deutschen Tierschutzbundes ist die Zahl der Tierversuche im Saarland im Jahr 2015 auf 26.000 gestiegen. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„Es ist unser verfassungsgemäßer Auftrag, Tiere als Mitgeschöpfe zu achten und ihnen unnötiges Leid zu ersparen. Und obwohl die aus Tierversuchen gewonnenen medizinischen Erkenntnisse oftmals nicht verlässlich auf den Menschen übertragbar sind, nimmt die Zahl der Versuche kontinuierlich zu. Lag sie im Saarland im Jahr 2014 noch bei 24.000, ist sie im Jahr 2015 laut Angaben des Tierschutzbundes auf 26.000 gestiegen.

Viele der Versuche finden im Bereich der Grundlagenforschung statt. Um sie zu reduzieren, muss die Entwicklung von tierversuchsfreien Testverfahren endlich konsequent vorangetrieben werden. Dazu ist die Landesregierung gefordert, entsprechende Forschungsprojekte, etwa in Kooperation mit der Saar-Uni, anzustoßen und diese mit Landesmitteln ausreichend zu unterstützen. Mit der Einrichtung tierversuchsfreier Verfahren könnte die Forschung auf dem Gebiet der Alternativmethoden an der Uni weiter vorangetrieben werden. Die Hochschule könnte damit eine Vorreiterrolle einnehmen, wovon der Wissenschaftsstandort Saarland gleichzeitig profitieren würde. Zudem erwarten wir von der Landesregierung, konkrete Forschungsvorhaben, in deren Rahmen auf Tierversuche verzichtet wird, stärker zu fördern, um weitere Anreize zu setzen.

Reinhold Jost, der sich gerne selbst als Tierschutzminister betitelt, muss in dieser Frage endlich Ergebnisse vorweisen. Seine bisherige Bilanz beim Thema Tierschutz fällt mehr als dürftig aus.“

Print Friendly