Störfall im Chemiewerk Carling: Landesregierung muss umgehend über Ursachen aufklären

Heute Morgen hat es laut Medienberichten einen Störfall in der Chemiefabrik Carling gegeben. Eine schwarze Rauchwolke zog bis ins Saarland. Hierzu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Wir verlangen von der Landesregierung, umgehend Kontakt mit den französischen Behörden aufzunehmen und die Ursachen des heutigen Störfalls aufzuklären. Die Bevölkerung muss schnellstens darüber informiert werden, welche Stoffe durch den Vorfall freigesetzt wurden und ob ein Gesundheitsrisiko besteht.

Der Informationsaustausch der Behörden auf beiden Seiten muss ohnehin dringend verbessert werden. So wird das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vom Betreiber der Chemieplattform regelmäßig über hohe Fackelaktivitäten in Kenntnis gesetzt. Diese Informationen werden jedoch nicht an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben. Mit dieser katastrophalen Informationspolitik muss Schluss sein! Das haben wir bereits mehrfach gefordert. Doch passiert ist bislang nichts.

Die von der Plattform ausgehenden Benzoldämpfe stellen eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr dar. Es ist nicht auszudenken, welche gefährlichen Stoffe bei dem heutigen Störfall freigesetzt wurden. Umweltminister Reinhold Jost muss endlich tätig werden und das Gespräch mit dem Plattform-Betreiber suchen. Es muss sichergestellt werden, dass der Betreiber sämtliche Schritte einleitet, damit sich ein solcher Störfall nicht wiederholt. Die Zuständigkeit für die Gesundheit der Bevölkerung darf nicht an Staatsgrenzen enden.“

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