Studienkolleg beibehalten! – Abschaffung bringt keinerlei Kostenersparnis

Die Grünen-Landtagsfraktion fordert von der Landesregierung, auch künftig ein Studienkolleg im Saarland anzubieten. Hierzu erklärt der hochschulpolitische Sprecher, Michael Neyses:

„Es ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels entscheidend, dass wir auch Studieninteressierte aus dem Ausland an den Hochschulen im Saarland zu Fachkräften ausbilden und hier halten. Dazu ist es unerlässlich, ein gebührenfreies Vorbereitungsangebot wie das Studienkolleg vorzuhalten. Ein solches gibt es im Übrigen – entgegen der Aussagen der Landesregierung im letzten Wissenschaftsausschuss – in zahlreichen Bundesländern. Tatsächlich bieten viele Länder zwar kostenpflichtige, aber insgesamt 13 Bundesländer auch eine Reihe gebührenfreier Studienkollegs an.

Das Studienkolleg im Saarland künftig zu streichen, würde damit einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Bundesländern bedeuten. Zudem würden dadurch keinerlei Einspareffekte erzielt. Tatsache ist, dass die Finanzierung des Studienkollegs im Saarland durch die Mittel aus dem Hochschulpakt des Bundes gedeckt ist. Diese liegen zurzeit bei 11.880 Euro pro Studierendem und werden ab dem Jahr 2016 sogar auf 13.000 Euro aufgestockt. Sollte das Studienkolleg gestrichen werden, werden sich wohl viele Studienbewerberinnen und -bewerber schlicht für eine Hochschule in einem anderen Bundesland entscheiden. Dadurch würde die Zahl der Studierenden zwangsläufig sinken, wodurch der Saar-Uni auch wichtige Einnahmen aus dem Hochschulpakt verloren gehen würden. Die finanzielle Situation der Hochschule könnte sich also durch die Streichung des Studienkollegs sogar verschlechtern.

Wir bekräftigen vor diesem Hintergrund erneut unsere Forderung an die Landesregierung, weiterhin ein gebührenfreies Studienkolleg im Saarland anzubieten. Dieses Angebot zu streichen, würde das hervorragende Image des Hochschulstandorts Saarland vor allem im Bereich der naturwissenschaftlichen und technischen Fächer aufs Spiel setzen und das Ziel einer weiteren Internationalisierung ad absurdum führen.“

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