Terrorgefahr für Cattenom: Umweltminister Jost muss aus Lethargie erwachen – Druck auf Frankreich ausüben!

Vor dem Hintergrund von Drohnen-Überflügen über französische Atomkraftwerke warnt eine Greenpeace-Studie vor möglichen Terroranschlägen, bei denen die Fluggeräte zum Einsatz kommen könnten. Darin werden auch dem AKW Cattenom erneut erhebliche Sicherheitsmängel bescheinigt. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„Die Greenpeace-Studie führt uns wieder einmal vor Augen, welch große Gefahr für Mensch und Natur nur wenige Kilometer hinter der französischen Grenze lauert. Darin werden nicht nur die zahlreichen Sicherheitsmängel beim Pannenmeiler Cattenom bestätigt, die die Atomaufsichtsbehörde 2011 bereits festgestellt hat. Greenpeace befürchtet zudem, dass bei einem Angriff auf den Reaktor schlimmstenfalls ein Kernschmelzunfall droht, der unbeherrschbar wäre. Die Folgen für die Großregion wären nicht auszudenken.

Diese alarmierende Studie muss ein Weckruf für die französischen Behörden und auch für die saarländische Landesregierung sein. Umweltminister Reinhold Jost muss endlich aus seiner Lethargie erwachen und Druck auf die französische Regierung ausüben. Lediglich das Gespräch mit dem Generalkonsul und Botschafter zu suchen und auf das Thema hinzuweisen, führt zu nichts.

Wir fordern vom Umweltminister, gemeinsam mit unseren prominenten Vertretern auf Bundesebene, Heiko Maas und Peter Altmaier, mit Nachdruck auf eine schnelle Abschaltung des Schrottmeilers zu drängen. Die Landesregierung wird nicht müde, sich mit ihren guten Beziehungen zu den Bundesministern zu rühmen. Bei dieser heiklen Thematik muss sie nun beweisen, wie viel diese Beziehungen wert sind. Bislang blieb es im Hinblick auf die Cattenom-Problematik von Bundesseite aus jedenfalls erstaunlich still. Damit muss Schluss sein.“

Print Friendly, PDF & Email