Maas und Kramp-Karrenbauer: Flitterwochen schon vor der Hochzeit?

Der Grünen-Politiker sagte dazu: "Heiko Maas und Annegret Kramp-Karrenbauer haben gestern nochmals bekräftigt, dass die große Koalition ausgemachte Sache ist und damit eine echte Wahl am 25.3. entfällt. Diese Vorfestlegung ist eine unerträgliche Düpierung der saarländischen Wählerinnen und Wähler und wird die Wahlmüdigkeit weiter erhöhen. Wir haben es hier also nur mit einer Wahlkampfsimulation statt mit einer echten Wahl zu tun."

Der in der Sendung proklamierte Wettbewerb der Ideen habe deshalb auch nicht stattgefunden. Nach Auffassung Tressel glänzten beide Kandidaten vor allem mit Ideenlosigkeit. Tressel dazu: „Auch die Begründung der großen Koalition ist eher eine Lachnummer, denn eine seriöse Erklärung. Beide Kandidaten gaben vor, dass nur die beiden Volksparteien solide wirtschaften und sanieren könnten. Dabei haben doch gerade sie die gut 12 Milliarden € Schulden in den vergangenen Jahrzehnten verursacht. Und wenn Heiko Maas den Schwenk zur großen Koalition, die er 2009 noch ablehnte, damit erklärt, dass nun Peter Müller weg sei, die SPD mittlerweile ihren Frieden mit der Schuldenbremse gemacht habe und das Saarland kein Aufmarschgebiet für die Linken werden dürfe, dann entbehrt das jeder sachlichen und inhaltlichen Begründung. In Wirklichkeit geht es um seine letzte Chance, an einer Regierung beteiligt zu sein, offenbar gerne auch als Juniorpartner auf Augenhöhe. Dann hätten wir uns diese Wahl auch ersparen können!"

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