Ulrich: Innenstädte stärken statt weitere Shopping-Center ansiedeln!

Zur Berichterstattung über die Dichte bestehender und geplanter Shopping-Center in der Region erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:

„Mit der Eröffnung des Shopping-Centers in Wadgassen kommt das Saarland mit dem Outlet-Center in Zweibrücken auf rund 135 000 Quadratmeter Verkaufsfläche in Shopping-Centern. Noch aberwitziger ist die Zahl inklusive der geplanten Einkaufszentren: Bei rund 253 000 Quadratmetern Verkaufsfläche in der Region stünde jeder Saarländerin und jedem Saarländer ein guter Viertelquadratmeter Einkaufsfläche zu. Damit baut das Saarland seine Spitzenposition bei der Dichte von Einkaufszentren weiter aus.

Der Preis hierfür ist hoch und bereits heute in vielen saarländischen Innenstädten zu sehen. Bei einer solchen Dichte des Angebots kann der ortsansässige Einzelhandel in den Innenstädten mit der Zeit einfach nicht mehr mithalten. Die Folge ist, dass die Innenstädte immer unattraktiver werden und drohen, zu veröden. Ein Problem, mit dem nicht nur der Einzelhandel und die Kommune aufgrund der Folgeprobleme wie Verschmutzung und erhöhter Kriminalität zu kämpfen haben. Betroffen sind vor allem auch ältere Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und auf eine wohnortnahe Versorgung angewiesen sind.

Die Landesregierung ist daher dringend aufgefordert, diesen Prozess zu verhindern und klare Position für die saarländischen Innenstädte und den dort ansässigen Einzelhandel zu beziehen. Großflächiger Einzelhandel und Fachmärkte in verkehrsgünstigen Stadtrandlagen müssen Sünden der Vergangenheit bleiben. Eine zukunftsgerichtete Landesplanung muss für attraktive Innenstädte sorgen, die Nahversorgung im Ortszentrum sicherstellen und ein Mindestmaß an Einzelhandelsinfrastruktur im ländlichen Raum gewährleisten.“

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