Reform des SaarForst- Landesbetriebes stärkt naturnahe Waldwirtschaft – Saarwald wird endlich zu Bürgerwald

„Wir haben uns schon lange für eine Reform des SaarForst-Landesbetriebes eingesetzt. Es war höchste Zeit für die Anpassung der waldpolitischen Zielsetzungen, da der Wald mehr ist als Lieferant des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Nun wird unser Ziel der naturnahen Waldwirtschaft Realität. Der SaarfForst wird endlich organisatorisch auf die neuen Herausforderungen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung eingestellt. Insbesondere mit Blick auf Biodiversität, Klimawandel und die veränderten Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an den Wald werden Veränderungen vorgenommen.“

Das Saarland ist eines der waldreichsten Bundesländer, rund 36% der Landesfläche tragen ein grünes Blätterdach. Der flächenmäßig größte Waldbesitz, der Staatswald im Saarland (ca. 45.000 ha) wird durch den SaarForst-Landesbetrieb bewirtschaftet. Die saarländischen Wälder fördern den ästhetischen Wert unserer Kulturlandschaft, sie gestalten die Landschaft und prägen das Landschaftsbild. Von Erholungssuchenden wird Wald am stärksten als ursprüngliche Natur empfunden.

Ulrich weiter: „Wir treten ein für die Erhaltung des freien Zugangs zum Wald und die Erhaltung siedlungsnaher Wälder als Erholungsgebiet. Wir sehen außerdem im Wald als Arbeitsplatz neue Beschäftigungspotenziale im Rahmen einer verantwortungsvollen Bewirtschaftung der Wälder. Ideale Voraussetzungen, um den Wald als neuen „Grünen Arbeitsmarkt“ zu entwickeln!“ Bei der Holzernte dürfen zukünftig nur noch Verfahren angewendet werden, die den Waldboden nicht in seiner Struktur nachhaltig schädigen. Der Einsatz hochmechanisierter Holzernteverfahren soll eingeschränkt und perspektivisch durch andere bewährte Verfahren ersetzt werden. Auch werden die Grundsätze einer naturnahen Waldbewirtschaftung als einfache, für jedermann überprüfbare Kriterien in einem „Waldkodex“ festgelegt. Dies sorgt für ein besseres Verständnis innerhalb der Bevölkerung und für einen bewussteren Umgang mit dem Wald.

Ulrich abschließend: „Der Wald wird durch die Reform wieder zum Bürgerwald, den die Saarländerinnen und Saarländer bei einem Spaziergang genießen können. Dabei soll der Wald zukünftig so naturnah wie möglich bewirtschaftet werden, um seine wirtschaftlichen sowie ökologischen Potenziale optimal zu nutzen.“

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